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♕ In Memoriam · Große Persönlichkeiten

Jesse Owens

Sportler - (James Cleveland Owens)

"Ein Mensch kann nicht für andere laufen — aber er kann sie inspirieren."

— Jesse Owens
  • Geboren: Oakville, Alabama, USA
  • Gestorben: Tucson, Arizona, USA
  • Beigesetzt: Oak Woods Cemetery, Chicago, Illinois

Kurzbiografie

James Cleveland "Jesse" Owens wurde am 12. September 1913 in Oakville, Alabama geboren — als jüngstes von zehn Kindern einer afroamerikanischen Farmpächter-Familie, die unter den harten Bedingungen der Rassentrennung im Süden der USA lebte. Als Kind zog die Familie nach Cleveland, Ohio. Sein Sportlehrer Charles Riley erkannte früh sein außergewöhnliches Talent und förderte ihn. An der Ohio State University trainierte er unter Larry Snyder und stellte 1935 bei einem einzigen Wettkampf in 45 Minuten drei Weltrekorde auf. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin gewann Owens vier Goldmedaillen in Sprint und Weitsprung — mehr als jeder andere Athlet dieser Spiele. Er lief und sprang in einem von der nationalsozialistischen Führung als Bühne zur Überlegenheitsdemonstration inszenierten Berlin derart überragend, dass die propagandistische Botschaft der Veranstalter ins Leere lief. Seine Leistungen sprachen eine universelle Sprache, die keine Ideologie übertönen konnte. Was folgte, war jedoch ein bitterer Kontrast: In seinem Heimatland galten die Gesetze der Rassentrennung weiterhin uneingeschränkt. Owens durfte bei der offiziellen Empfangsfeier für die Olympioniken im Waldorf-Astoria-Hotel in New York den Haupteingang nicht benutzen — er musste über den Dienstboteneingang eintreten. Präsident Franklin D. Roosevelt schickte ihm weder ein Glückwunschtelegramm noch lud er ihn ins Weiße Haus ein. Owens berichtete später: "Hitler hat mir nicht die Hand verweigert — mein eigener Präsident hat mich ignoriert." Er bestritt danach sein Lebensunterhalt unter anderem durch Showrennen gegen Pferde, da ihm als Amateurathlet Einnahmen verwehrt geblieben waren. Erst 1976 ehrte ihn Präsident Gerald Ford mit der Presidential Medal of Freedom. Jesse Owens starb am 31. März 1980 in Tucson, Arizona an Lungenkrebs im Alter von 66 Jahren.

Lebensstationen

  • 1913
    Geburt als James Cleveland Owens in Oakville, Alabama
  • 1922
    Umzug der Familie nach Cleveland, Ohio
  • 1933
    Nationaler Schulmeister in 100 Yards, 220 Yards und Weitsprung
  • 1935
    Drei Weltrekorde in 45 Minuten bei einem einzigen Wettkampf
  • 1936
    Vier Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen Berlin
  • 1936
    Rückkehr in die USA — Empfang über Dienstboteneingang im Waldorf-Astoria
  • 1955
    US-Kulturbotschafter — Reisen nach Indien und andere Länder im Auftrag der US-Regierung
  • 1976
    Presidential Medal of Freedom durch Präsident Gerald Ford
  • 1979
    Living Legend Award durch Präsident Jimmy Carter
  • 1980
    Tod am 31. März in Tucson, Arizona an Lungenkrebs im Alter von 66 Jahren

Auszeichnungen & Tätigkeiten

🏅
4 Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen Berlin
1936
🏅
Presidential Medal of Freedom
1976
🏅
Living Legend Award durch Präsident Jimmy Carter
1979
🏅
Paavo-Nurmi-Preis — bester Athlet der Welt
1936
🏅
James E. Sullivan Award — bester Amateurathlet der USA
1936
🏅
Aufnahme in die US Olympic Hall of Fame
1983
💬
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