Wenn Sie unsicher sind oder Hilfe brauchen — diese Stellen helfen Ihnen sofort. Tag und Nacht. Kostenlos.
Diese Regeln gelten immer. Auch wenn jemand sehr nett ist. Auch wenn jemand am Telefon weint. Auch wenn jemand sagt, es sei dringend.
Nicht an der Tür. Nicht an einen Boten. Nicht an angebliche Polizisten. Nicht an angebliche Anwälte. Niemand braucht Ihr Geld sofort.
Bei jedem Anruf, der Sie unter Druck setzt. Bei jedem Anruf, der Geld fordert. Sie müssen niemandem zuhören. Auflegen ist erlaubt.
Keine Verträge. Keine Vollmachten. Kein Testament. Kein Bestattungsvertrag. Lassen Sie sich Zeit. Niemand darf Sie zum Unterschreiben drängen.
Auch nicht angebliche Handwerker. Auch nicht angebliche Mitarbeiter der Stadt. Schließen Sie die Tür. Rufen Sie 110 wenn jemand Sie bedrängt.
Wenn jemand sagt, Ihr Enkel hatte einen Unfall: Legen Sie auf. Rufen Sie Ihren Enkel selbst an. Auf seiner echten Nummer. Sie haben sie im Telefonbuch.
Keine PIN. Keine TAN. Keine Kontonummer. Keine Karten-Nummer. Keine echte Bank fragt am Telefon nach diesen Daten. Niemals.
Auch wenn jemand am Telefon Druck macht. Auch wenn jemand sagt, ein Familienmitglied sei in Not. Gehen Sie nicht zur Bank. Rufen Sie zuerst Ihre Familie an.
Mit Ihrem Partner. Mit Ihren Kindern. Mit Ihren Enkeln. Mit Ihrem Hausarzt. Bevor Sie etwas unterschreiben. Bevor Sie etwas bezahlen.
Diese Tricks werden jeden Tag gegen ältere Menschen angewendet. Wenn Sie sie kennen, fallen Sie nicht darauf herein.
Jemand ruft an: „Hallo Oma, rate mal wer dran ist!" Die Person sagt nicht ihren Namen. Dann erzählt sie von einem Unfall, einer Notlage, einem Krankenhaus. Sie braucht sofort Geld. Ein Bote soll es abholen.
Jemand ruft an und sagt: „Hier ist die Polizei. In Ihrer Straße wurde eingebrochen. Ihr Geld zu Hause ist nicht sicher. Wir holen es ab und bringen es in Sicherheit." Auf dem Display steht oft 110.
Sie bekommen eine Nachricht: „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Nummer. Kannst du schnell eine Rechnung für mich überweisen?"
Jemand klingelt und sagt: „Wir prüfen die Heizung." Oder: „Wir kontrollieren das Wasser." Oder: „Es gibt einen Wasserschaden." Während einer Sie ablenkt, durchsucht der andere die Wohnung.
Jemand ruft an und sagt: „Ich bin von Microsoft. Ihr Computer ist gefährdet." Oder: „Hier ist Ihre Bank. Ihr Konto wurde gehackt. Geben Sie mir Ihre TAN."
Jemand schreibt Sie im Internet an. Über Wochen oder Monate baut die Person eine Beziehung auf. Dann gibt es plötzlich einen Notfall — ein Krankenhaus, ein gestrandeter Soldat, ein Zoll-Problem. Es wird Geld gebraucht.
Jemand klingelt und sagt: „Haben Sie schon vorgesorgt für Ihre Beerdigung?" Es wird ein teurer Vorsorgevertrag oder eine Sterbegeldversicherung verkauft — oft mit hohen Beiträgen, langen Laufzeiten und wenig Leistung.
Sie bekommen einen Brief: „Ein entfernter Verwandter ist verstorben. Sie haben geerbt. Bitte überweisen Sie Bearbeitungsgebühren." Der Brief sieht aus wie von einem Anwalt.
Sie werden zu einer Busfahrt eingeladen. Mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Während der Fahrt werden teure Heizdecken, Matratzen, Vitamine oder Bestattungsverträge verkauft. Der Druck ist enorm.
Es ist keine Schande, auf einen Betrüger hereinzufallen. Es passiert vielen Menschen. Was jetzt zählt: schnell handeln.
Auch nachts. Auch am Wochenende. Auch wenn Sie sich schämen. Die Polizei hilft Ihnen. Die Polizei lacht Sie nicht aus.
Wenn Sie Bankdaten herausgegeben haben oder Geld überwiesen haben: rufen Sie sofort Ihre Bank an. Lassen Sie das Konto sperren. Manche Überweisungen können noch zurückgeholt werden.
Sperrnotruf: 116 116 (für gesperrte EC- und Kreditkarten, kostenlos, 24 Stunden)
Reden Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln. Sie helfen Ihnen mit den nächsten Schritten. Sie sind nicht allein.
Der Weiße Ring ist eine kostenlose Beratungsstelle für Opfer von Straftaten. Anonym, freundlich, hilft mit Anwälten und Behörden.
Verträge an der Haustür können Sie 14 Tage lang widerrufen. Verträge unter Druck können nichtig sein. Ein Anwalt hilft beim Widerruf und prüft den Vertrag.
Sie machen sich Sorgen um Ihre Eltern oder Großeltern? Hier finden Sie konkrete Schritte, wie Sie helfen können.
Diese Karte können Sie ausdrucken und an das Telefon, an die Wohnungstür oder an den Kühlschrank kleben. Sie zeigt die wichtigsten Nummern und Regeln auf einen Blick.
Drucken: Auf dem Smartphone oder Computer auf „Drucken" oder „Strg+P" — die Karte druckt sich auf einer Seite aus.
Diese Stellen helfen kostenlos und vertraulich. Sie sind erfahren im Umgang mit Betrugsfällen und bieten Beratung in Ihrer Nähe.
Die offizielle Beratungsstelle der Polizei. Mit Tipps, Broschüren und Beratungsstellen in jedem Bundesland. Alle Materialien kostenlos.
Bundesweite Opferhilfe. Beratung, Begleitung zu Behörden und Gerichten, finanzielle Soforthilfen. Anonym und kostenlos.
weisser-ring.de → · Telefon: 116 006
Hilft bei unseriösen Verträgen, Haustürgeschäften, Sterbegeldversicherungen und vielen weiteren Themen. Beratungsstellen in jedem Bundesland.
Die BAGSO bietet Informationsmaterial speziell für ältere Menschen — auch zum Thema Sicherheit, Vorsorge und Schutz vor Betrug.
Jeden Tag werden Menschen Opfer von Betrug. Es ist nicht Ihre Schuld. Es macht Sie nicht dumm. Es macht Sie nicht schwach. Die Täter sind organisiert, geübt und skrupellos.
Wer auf einen Betrug hereinfällt, soll schnell handeln und offen darüber reden. Die Polizei nimmt jeden Fall ernst. Die Familie ist da. Beratungsstellen helfen kostenlos.
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