♕ In Memoriam · Große Persönlichkeiten
Christian Schwarz-Schilling
Politiker
"Wer schweigt, wenn Unrecht geschieht, macht sich mitschuldig."
— Christian Schwarz-Schilling
- ✶ Geboren: Innsbruck, Österreich
- 十 Gestorben: Büdingen, Deutschland
Kurzbiografie
Christian Schwarz-Schilling wurde am 19. November 1930 in Innsbruck geboren. Als Unternehmer leitete er gemeinsam mit seiner Frau von 1957 bis 1982 die Accumulatorenfabrik Sonnenschein. Von 1966 bis 1976 war er Mitglied des Hessischen Landtages, von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1982 bis 1992 war er Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen — in dieser Zeit trieb er die Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes voran. 1992 trat er aus Protest gegen die Bosnien-Politik von Helmut Kohl zurück und setzte sich fortan leidenschaftlich für die Menschenrechte in Bosnien und Herzegowina ein — noch vor dem Massaker von Srebrenica. Von 2006 bis 2007 war er 17 Monate lang Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina und überwachte die Umsetzung des Friedensabkommens von Dayton. Sein mutiger Rücktritt aus moralischer Überzeugung und sein Engagement für den Frieden auf dem Balkan machten ihn zu einer der moralisch integren Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegspolitik. Christian Schwarz-Schilling starb am 6. April 2026 in Büdingen im Alter von 95 Jahren.
Lebensstationen
- 1930Geburt in Innsbruck, Österreich
- 1957Übernahme der Accumulatorenfabrik Sonnenschein
- 1966Mitglied des Hessischen Landtages (bis 1976)
- 1967Generalsekretär der CDU Hessen (bis 1980)
- 1976Mitglied des Deutschen Bundestages (bis 2002)
- 1982Bundesminister für Post- und Fernmeldewesen
- 1992Rücktritt aus Protest gegen Bosnien-Politik Kohls
- 2006Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina (bis 2007)
- 2026Tod am 6. April in Büdingen im Alter von 95 Jahren