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FAQWas ist alkalische Hydrolyse und warum ist sie in Deutschland verboten?
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Antwort:

Die alkalische Hydrolyse — auch Resomation oder Aquamation genannt — ist eine Bestattungsform, bei der der Körper in einem Hochdruckbehälter durch heiße Kalilauge aufgelöst wird.

Ablauf: Der Körper wird in einem Edelstahltank mit Kalilauge bei 150–170 Grad Celsius unter Druck zersetzt. Innerhalb von 3 bis 4 Stunden bleiben nur Knochenreste übrig — ähnlich wie bei der Kremation — sowie eine sterile, biologisch unbedenkliche Flüssigkeit. Die Knochen werden gemahlen und als "Asche" übergeben.

Ökologische Vorteile: Im Vergleich zur Kremation: 85 Prozent weniger Energieverbrauch, keine Emissionen.

Warum in Deutschland verboten: Das deutsche Bestattungsrecht verbietet bisher jede Form der Flüssigkeitsbehandlung von Leichen. Es gibt politische und gesellschaftliche Diskussionen über eine Zulassung — bis 2030 könnte sie möglicherweise erlaubt werden.

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🍄 Pilzbestattung

Wird die Ruhezeit auf dem Friedhof durch die Pilzbestattung verkürzt?

Die Ruhezeit wird durch die örtliche Friedhofssatzung festgelegt und beträgt in Deutschland je nach Gemeinde zwischen 15 und 30 Jahren. Da sich der Pilzsarg und der Körper bei einer Pilzbestattung deutlich schneller zersetzen als bei einer herkömmlichen Bestattung, könnte die Ruhezeit theoretisch verkürzt werden – der Körper ist in der Regel nach 2–3 Jahren vollständig zersetzt, verglichen mit 10–30 Jahren bei einer konventionellen Bestattung. Allerdings wird die Ruhezeit derzeit noch unabhängig von der Bestattungsart festgelegt. Es gibt jedoch Diskussionen darüber, die Ruhezeiten bei nachweislich schneller Zersetzung zu verkürzen – was langfristig auch helfen könnte, den Platzbedarf auf Friedhöfen zu reduzieren....

🍄 Pilzbestattung

Wie kann das Grab bei einer Pilzbestattung gestaltet werden?

Die Grabgestaltung bei einer Pilzbestattung bietet besonders schöne Möglichkeiten. Da der Pilzsarg den Boden mit Nährstoffen anreichert, wachsen Pflanzen auf dem Grab besonders gut. Angehörige können das Grab nach Belieben bepflanzen – ob mit einem Baum, einem Rosenstrauch, Wildblumen, Kräutern oder den Lieblingsblumen des Verstorbenen. Auf Naturfriedhöfen und in Bestattungswäldern fügt sich das Grab harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Auf klassischen Friedhöfen gelten die üblichen Gestaltungsvorschriften der Friedhofssatzung. Ein Grabstein ist nicht zwingend erforderlich – viele Angehörige entscheiden sich für eine schlichte Holztafel, einen Naturstein oder gar keine Markierung, wenn dies der Wunsch des Verstorbenen war. Das gemeinsame Pflanzen und Pflegen wird von vielen Familien als heilsames Ritual im Trauerprozess empfunden....

🍄 Pilzbestattung

Riecht eine Pilzbestattung anders als eine herkömmliche Bestattung?

Nein, bei der Pilzbestattung selbst gibt es keinen ungewöhnlichen Geruch. Der Pilzsarg riecht neutral bis leicht erdig – ähnlich wie frischer Waldboden oder Moos. Die Zersetzung nach der Beisetzung findet unterirdisch statt und ist von der Oberfläche aus nicht wahrnehmbar. Da bei der Pilzbestattung keine chemische Einbalsamierung verwendet wird, entfallen auch die damit verbundenen chemischen Gerüche. Die natürliche Zersetzung durch Myzel verläuft aerob (mit Sauerstoff) und erzeugt dabei weniger unangenehme Gerüche als die anaerobe Zersetzung in herkömmlichen, versiegelten Särgen. Auf dem Grab selbst werden Besucher nur den Duft der dort wachsenden Pflanzen und Blumen wahrnehmen....