Grundsätzlich kann jeder Mensch eine Weltraumbestattung für sich oder einen Verstorbenen beauftragen — eine besondere Beziehung zur Raumfahrt ist heute nicht mehr Voraussetzung. Ursprünglich war diese Bestattungsform Raumfahrtpionieren vorbehalten. Heute interessieren sich Menschen verschiedenster Hintergründe dafür — oft aus einer tiefen Faszination für das Universum, dem Wunsch nach etwas Besonderem oder als letzter Ausdruck von Individualität. Da die Organisation sehr aufwendig ist und die Kosten hoch sind, ist es wichtig, den Wunsch frühzeitig in einer Bestattungsverfügung schriftlich festzuhalten....
🚀 Weltraumbestattung 🔥 Feuerbestattung 🧸 ErinnerungsstückeEs gibt vier Hauptvarianten der Weltraumbestattung, die sich in Ziel, Dauer und Kosten erheblich unterscheiden. Die suborbitale Bestattung schickt die Kapsel bis zu 100 Kilometer hoch in die Erdatmosphäre — sie fällt anschließend an einem Fallschirm zurück auf die Erde. Die orbitale Bestattung bringt die Kapsel in eine niedrige Erdumlaufbahn, wo sie mehrmals die Erde umrundet, bevor sie in der Atmosphäre als Sternschnuppe verglüht. Die Mondbestattung schickt die Kapsel auf den Mond — bisher die exklusivste Variante, die nur der Astronom Eugene Shoemaker in Anspruch genommen hat. Die Tiefweltraum-Bestattung schickt die Kapsel auf eine Reise in andere Sternensysteme ohne Rückkehr....
🚀 Weltraumbestattung 🔥 Feuerbestattung 🔥 KremationEine Weltraumbestattung ist organisatorisch sehr aufwendig und läuft in mehreren internationalen Schritten ab. Zunächst wird der Verstorbene in Deutschland kremiert. Ein kleiner Teil der Asche — meist 1 bis 7 Gramm — wird entnommen und in eine versiegelte Mikrokapsel gefüllt. Diese wird an ein spezialisiertes Unternehmen in den USA überführt. Dort werden die Kapseln mehrerer Verstorbener zusammen als Nutzlast in eine Trägerrakete geladen. Angehörige können beim Raketenstart anwesend sein und erhalten ein Video der Startzeremonie sowie offizielle Begleitdokumente. Die Restasche wird nach Deutschland zurückgeführt und dort regulär beigesetzt....
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🌿 Naturbestattung 🔥 Feuerbestattung ♻️ Ökologische BestattungNaturbestattung ist ein Oberbegriff für verschiedene Bestattungsformen, bei denen die Asche eines Verstorbenen in der freien Natur beigesetzt wird — abseits klassischer Friedhöfe mit Grabsteinen und Grabpflege. Dazu zählen unter anderem die Baumbestattung, Seebestattung, Almwiesenbestattung, Felsbestattung und Luftbestattung. Allen gemeinsam ist, dass sie eine vorherige Kremation voraussetzen und keine klassische Grabpflege erfordern — die Natur übernimmt diese Aufgabe. In Deutschland sind aufgrund des Friedhofszwangs hauptsächlich Baum- und Seebestattungen erlaubt. Andere Formen wie die Almwiesen- oder Luftbestattung sind nur im Ausland möglich....
🌿 Naturbestattung 🔥 Feuerbestattung ♻️ Ökologische BestattungEs gibt eine Vielzahl von Naturbestattungsformen, die sich in Ort, Ablauf und rechtlichem Status unterscheiden. In Deutschland erlaubt sind: die Baumbestattung in Bestattungswäldern wie FriedWald oder RuheForst sowie die Seebestattung in der Nord- oder Ostsee. Nur im Ausland möglich sind: die Almwiesenbestattung in der Schweiz, bei der die Asche auf einer Bergwiese verstreut wird, die Felsbestattung in alpinen Regionen, die Luftbestattung vom Flugzeug oder Heißluftballon aus, sowie die Bachbestattung, bei der die Asche einem Bergbach übergeben wird....
🌿 Naturbestattung 🔥 Feuerbestattung 🏛️ BestattungspflichtDas kommt auf die Art der Naturbestattung an — nicht alle Formen sind in Deutschland erlaubt. In Deutschland gilt Friedhofszwang. Das bedeutet: Die Asche muss auf einem zugelassenen Friedhof oder einem behördlich genehmigten Gelände beigesetzt werden. Das freie Verstreuen von Asche in der Natur ist verboten. Erlaubt sind: Baumbestattung in zugelassenen Bestattungswäldern und Seebestattung außerhalb der Dreimeilenzone. Nicht erlaubt und nur im Ausland möglich sind: Almwiesen-, Fels-, Luft- und Bachbestattung. Viele deutsche Bestatter kooperieren mit Anbietern in der Schweiz oder den Niederlanden für diese Formen....
🌿 Naturbestattung 🔥 Feuerbestattung ♻️ Ökologische BestattungDie Gründe sind vielfältig — emotionaler, praktischer und finanzieller Natur. Viele Menschen fühlen sich der Natur eng verbunden und möchten nach dem Tod ein Teil davon werden. Der Gedanke an den natürlichen Kreislauf des Lebens ist für viele tröstlich. Zudem entfällt bei Naturbestattungen die Grabpflege komplett — das entlastet Angehörige, besonders wenn sie weit entfernt wohnen oder körperlich eingeschränkt sind. Auch Kostengründe spielen eine Rolle: Ohne Grabstein, Grabpflegegebühren und laufende Friedhofskosten ist eine Naturbestattung oft günstiger als eine klassische Erdbestattung....
Die Ruhezeit wird durch die örtliche Friedhofssatzung festgelegt und beträgt in Deutschland je nach Gemeinde zwischen 15 und 30 Jahren. Da sich der Pilzsarg und der Körper bei einer Pilzbestattung deutlich schneller zersetzen als bei einer herkömmlichen Bestattung, könnte die Ruhezeit theoretisch verkürzt werden – der Körper ist in der Regel nach 2–3 Jahren vollständig zersetzt, verglichen mit 10–30 Jahren bei einer konventionellen Bestattung. Allerdings wird die Ruhezeit derzeit noch unabhängig von der Bestattungsart festgelegt. Es gibt jedoch Diskussionen darüber, die Ruhezeiten bei nachweislich schneller Zersetzung zu verkürzen – was langfristig auch helfen könnte, den Platzbedarf auf Friedhöfen zu reduzieren....
🍄 PilzbestattungDie Grabgestaltung bei einer Pilzbestattung bietet besonders schöne Möglichkeiten. Da der Pilzsarg den Boden mit Nährstoffen anreichert, wachsen Pflanzen auf dem Grab besonders gut. Angehörige können das Grab nach Belieben bepflanzen – ob mit einem Baum, einem Rosenstrauch, Wildblumen, Kräutern oder den Lieblingsblumen des Verstorbenen. Auf Naturfriedhöfen und in Bestattungswäldern fügt sich das Grab harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Auf klassischen Friedhöfen gelten die üblichen Gestaltungsvorschriften der Friedhofssatzung. Ein Grabstein ist nicht zwingend erforderlich – viele Angehörige entscheiden sich für eine schlichte Holztafel, einen Naturstein oder gar keine Markierung, wenn dies der Wunsch des Verstorbenen war. Das gemeinsame Pflanzen und Pflegen wird von vielen Familien als heilsames Ritual im Trauerprozess empfunden....
🍄 PilzbestattungNein, bei der Pilzbestattung selbst gibt es keinen ungewöhnlichen Geruch. Der Pilzsarg riecht neutral bis leicht erdig – ähnlich wie frischer Waldboden oder Moos. Die Zersetzung nach der Beisetzung findet unterirdisch statt und ist von der Oberfläche aus nicht wahrnehmbar. Da bei der Pilzbestattung keine chemische Einbalsamierung verwendet wird, entfallen auch die damit verbundenen chemischen Gerüche. Die natürliche Zersetzung durch Myzel verläuft aerob (mit Sauerstoff) und erzeugt dabei weniger unangenehme Gerüche als die anaerobe Zersetzung in herkömmlichen, versiegelten Särgen. Auf dem Grab selbst werden Besucher nur den Duft der dort wachsenden Pflanzen und Blumen wahrnehmen....