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Vorsorge — alle Dokumente im Überblick

Bestattungsverfügung, Testament, Patientenverfügung, Erbrecht und vieles mehr — die wichtigsten Vorsorge-Dokumente, gegliedert nach Themengruppen.

Lieber Besucher, liebe Besucherin,

wir haben bei dieser hochkomplexen Thematik mit teilweise recht verwirrenden Informationen für euch sorgfältig recherchiert und aufbereitet. Wir sind aber keine Rechtsanwälte und keine Notare und können das auch nicht ersetzen.

Darum empfehlen wir euch ausdrücklich bei diesen heiklen Themen, einen Rechtsanwalt oder Notar in Anspruch zu nehmen. Das ist meistens günstiger und angenehmer als der spätere Ärger, Stress und Kummer — für euch und für die Hinterbliebenen.

Euer Pforte.de Team 🕊️

Bestattungsvorsorge

Wünsche, Vollmacht und finanzielle Absicherung für die eigene Bestattung.

Bestattungsverfügung

Wünsche zur eigenen Bestattung schriftlich festhalten
schriftlich
ab 18 Jahren
jederzeit änderbar
Notar empfohlen

Persönliche Wünsche zu Bestattungsart, Trauerfeier und Grabgestaltung. Nicht ins Testament — wird zu spät eröffnet.

Bestattungsvollmacht

Vertrauensperson zur Organisation der Bestattung benennen
schriftlich
frei wählbar
überstimmt Reihenfolge
Notar empfohlen

Bevollmächtigt eine Person zur Bestattungsorganisation — auch außerhalb der gesetzlichen Reihenfolge der Angehörigen.

Bestattungsvorsorgevertrag

Bestatter beauftragen und Kosten absichern
Treuhandkonto
Preise fixiert
Schonvermögen
mit Bestatter

Vertraglich gebundene Bestattung mit Treuhandkonto. Vor Sozialamt und Pfändung geschützt — bei angemessener Höhe.

Sterbegeldversicherung

Versicherung für die Bestattungskosten
5–25 €/Monat
3.000–20.000 €
Wartezeit 6–12 Mon.
Schonvermögen

Monatliche Beiträge gegen vereinbarte Versicherungssumme im Todesfall — mit Vor- und Nachteilen.

Testament & Erbvertrag

Verteilung des Vermögens nach dem Tod schriftlich oder vertraglich regeln.

Testament

Vermögensverteilung nach dem Tod regeln
handschriftlich
oder notariell
Testamentsregister
§ 2247 BGB

Verteilung des Vermögens nach dem Tod. Bei komplexen Verhältnissen, Immobilien oder Pflichtteilsverzicht ist notarielle Beurkundung Pflicht.

Eigenhändiges Testament

Privatschriftliches Testament
handschriftlich
mit Datum
Unterschrift
§ 2247 BGB

Vollständig handschriftlich, mit Datum und Unterschrift. Hohe Formanfälligkeit — kleine Fehler führen zur Nichtigkeit.

Notarielles Testament

Höchste Beweiskraft, oft günstiger
notariell
§ 415 ZPO
Testamentsregister
spart Erbschein

Vor dem Notar erklärt und beurkundet. Erbschein häufig nicht nötig — spart 0,5–1 % des Nachlasswerts.

Berliner Testament

Gemeinschaftliches Testament für Ehegatten
für Ehegatten
bindend
Pflichtteilsrisiko
§ 2267 BGB

Erstversterbender vererbt an Ehegatten, Kinder erben nach dem zweiten Tod. Bindungswirkung und Pflichtteilsrisiken.

Erbvertrag

Bindender Vertrag über das Erbe
Notar Pflicht
bindend
mehrere Parteien
§ 2276 BGB

Vertrag zwischen mehreren Personen. Stärker bindend als Testament. Notarielle Beurkundung gesetzlich vorgeschrieben.

Behindertentestament

Erbe für behinderte Angehörige schützen
Schutz vor Sozialamt
Vor- & Nacherbschaft
Testamentsvollstr.
Notar dringend

Vor- und Nacherbschaft mit Testamentsvollstreckung. Schützt vor Verwertung durch den Sozialhilfeträger.

Erbrecht

Gesetzliche Erbfolge, Pflichtteil, Erbengemeinschaft und weitere erbrechtliche Themen.

Erbe & Erbrecht

Gesetzliche Erbfolge, Pflichtteil, Erbengemeinschaft
§§ 1922 ff. BGB
Pflichtteilsschutz
Erbengemeinschaft
6 Wo. Ausschlagung

Gesetzliche Erbfolge, Pflichtteilsrecht, Erbschein und Erbausschlagung. Wichtige Fristen und rechtliche Grundlagen.

Pflichtteil

Anspruch enterbter naher Angehöriger
halber Erbteil
Geldanspruch
10 Jahre rückwirkend
§ 2303 BGB

Hälfte des gesetzlichen Erbteils als Geldanspruch. Pflichtteilsergänzung bei Schenkungen 10 Jahre rückwirkend.

Pflichtteilsverzicht

Verzicht auf Pflichtteil zu Lebzeiten
Notar Pflicht
oft mit Abfindung
beidseitig
§ 2348 BGB

Notariell beurkundeter Vertrag — meist gegen Abfindungszahlung. Privatschriftlich nichtig.

Erbengemeinschaft

Mehrere Erben, gemeinsamer Nachlass
gemeinsame Verfügung
Blockade-Risiko
Auseinandersetzung
§ 2032 BGB

Verfügungen nur gemeinsam möglich. Häufige Blockade bei Immobilien. Auseinandersetzung kann jederzeit verlangt werden.

Erbschein

Amtlicher Nachweis der Erbenstellung
Nachlassgericht
0,5–1 % Nachlass
6–12 Wo.
für Banken

Erforderlich für Banken, Grundbuch, Versicherungen. Kosten 0,5–1 % des Nachlasswerts. Bei notariellem Testament oft nicht nötig.

Erbausschlagung

Erbe ablehnen — strenge Fristen
6 Wochen Frist
notariell
Schuldenschutz
§ 1944 BGB

Sechs Wochen ab Kenntnis. Notariell oder beim Nachlassgericht. Schützt vor Haftung mit Privatvermögen.

Testamentsvollstreckung

Person zur Umsetzung des Testaments
Anwalt / Notar
Erbenschutz
Verwaltung
§§ 2197 ff. BGB

Verwaltet Nachlass und setzt die Verfügungen um. Schützt minderjährige oder pflegebedürftige Erben.

Nachlassinsolvenz

Bei überschuldetem Nachlass
Privatvermögen sicher
beim Insolvenzgericht
Insolvenzverwalter
§ 1980 BGB

Beschränkt die Haftung der Erben auf den Nachlass. Privatvermögen bleibt geschützt.

Nachlasspflegschaft

Verwaltung bei unbekannten Erben
unbekannte Erben
gerichtl. Pfleger
sichert Nachlass
§ 1960 BGB

Gerichtlich bestellter Pfleger sichert und verwaltet den Nachlass, bis die Erben feststehen.

Schenkung & Steuer

Vermögen zu Lebzeiten übertragen und Erbschaftsteuer optimieren.

Schenkung

Vermögen zu Lebzeiten übertragen
spart Steuer
alle 10 Jahre
Notar bei Immobilie
§ 311b BGB

Reduziert Erbschaftsteuer durch Mehrfachnutzung der Freibeträge. Bei Immobilien notarielle Beurkundung Pflicht.

Vorweggenommene Erbfolge

Erbe zu Lebzeiten gestalten
Steueroptimierung
Nießbrauch möglich
Wohnrecht
Notar empfohlen

Schenkung mit Anrechnung auf den Erbteil. Häufig mit Nießbrauchsvorbehalt oder Wohnrecht.

Erbschaftsteuer

Freibeträge und Steuersätze
500.000 € Ehegatte
400.000 € Kinder
7–50 % Steuer
3 Mon. Anzeige

Freibeträge: 500.000 € Ehegatte, 400.000 € Kinder, 20.000 € Übrige. Steuersätze 7–50 % je Steuerklasse.

Gesundheit & Vollmachten

Medizinische und rechtliche Vorsorge bei Krankheit oder Geschäftsunfähigkeit.

Patientenverfügung

Medizinische Behandlungswünsche
schriftlich
§ 1827 BGB
für Ärzte bindend
jederzeit änderbar

Festlegung medizinischer Maßnahmen für den Fall, dass eine eigene Entscheidung nicht mehr möglich ist.

Vorsorgevollmacht

Entscheidungsbefugnis bei Geschäftsunfähigkeit
Betreuung vermeiden
Notar bei Immobilien
Beglaubigung sinnvoll
§ 29 GBO

Bevollmächtigt eine Vertrauensperson für Entscheidungen bei Krankheit oder Geschäftsunfähigkeit. Macht gerichtliche Betreuung überflüssig.

Betreuungsverfügung

Wunsch-Betreuer für den Notfall benennen
Wunsch-Betreuer
Betreuungsgericht
schriftlich
§ 1816 BGB

Wirksam, wenn das Gericht trotz Vorsorgevollmacht eine Betreuung anordnet. Häufig kombiniert mit Vorsorgevollmacht.

Organspendeausweis

Entscheidung zur Organ- und Gewebespende
Ausweis
ab 16 Jahren
jederzeit änderbar
kostenlos

Persönliche Erklärung zur Organspende. Kostenlos vom Bundesgesundheitsministerium oder bei Krankenkassen erhältlich.

Finanzielles

Treuhandkonto, Vorsorgeregister und weitere finanzielle Vorsorge-Bausteine.

Treuhandkonto

Sichere Verwahrung der Vorsorge
Insolvenzschutz
Verzinsung
zweckgebunden
mit Bestatter

Geld liegt bei einer unabhängigen Treuhandgesellschaft. Geschützt vor Insolvenz des Bestatters und vor Sozialamt.

Zentrales Vorsorgeregister

Bundesweite Hinterlegung
18,50 € einmalig
24 Std. verfügbar
Bundesnotarkammer
Datenschutz

Bei der Bundesnotarkammer geführt. Behörden, Gerichte und Krankenhäuser können im Notfall darauf zugreifen.

Sonderfälle

Spezielle Vorsorge-Themen wie der digitale Nachlass.

Digitaler Nachlass

E-Mail, Social Media, Cloud, Krypto
E-Mail-Konten
Social Media
Cloud-Speicher
Krypto-Wallets

Zugang zu E-Mail-Konten, sozialen Medien, Cloud-Speichern und Krypto-Wallets nach dem Tod regeln.

Rechtssichere Vorsorge

Vorsorge-Dokumente können privatschriftlich verfasst werden — bei komplexen Familienverhältnissen, vermögenden Erbschaften, Immobilien, Patchwork-Konstellationen oder erwarteten Streitigkeiten ist eine anwaltliche oder notarielle Beratung jedoch entscheidend. Eine notariell beurkundete Verfügung hat erhöhte Beweiskraft und schützt vor Anfechtungen. Über pforte.de finden Sie Anwälte für Erbrecht und Notare in Ihrer Region.

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Schutz vor Betrug

Ältere Menschen werden zunehmend Ziel von Betrugsmaschen — vom Enkeltrick bis zu unseriösen Bestattungs-Vertretern an der Haustür. Ein wichtiger Leitfaden für Sie und Ihre Angehörigen mit Verhaltensregeln, Notfall-Nummern und einer druckbaren Telefonkarte.

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Quellen & Hinweis: Die Inhalte dieser Seite wurden auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen recherchiert und aufbereitet — darunter Wikipedia, Veröffentlichungen von Bund, Ländern und Kommunen, Angaben von Verbänden und Unternehmen sowie Informationen von Religionsgemeinschaften und Kirchengemeinden. Diese Seite dient ausschließlich der Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar.